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 Die Eigenbluttherapie

Diese, inzwischen bei mir sehr nachgefragte Methode, ist, mit viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung angewendet, für viele Pferde zum Retter geworden. Selbst stark fortgeschrittene chronische Erkrankungen, wie z.B. schwere Dämpfigkeit, monatelange Lahmheiten und vieles mehr konnten in Verbindung mit weiteren Methoden die Nutzung des Pferdes erhalten, in nicht so weit fortgeschrittenen Stadien vielfach die Leistungsfähigkeit wieder voll herstellen. Für die Dosierung und Festlegung der Zeitabstände ist hierfür eine gute und  v.a. objektive Beobachtung des Tieres Voraussetzung.

Von den ersten Versuchen mit Eigenblut berichtete 1876 der Arzt Schede  der beobachtete, das eine Wunde schneller heilte, wenn man bei der chirurgischen Wundversorgung Eigenblut mit in die Wunde gab. 1905 erkannte August Bier, dass  eine Fraktur schneller heilte, wenn sich an der Bruchstelle ein Hämathom befand. Bei verzögerter Heilungstendenz  injizierte Bier infolge dessen Eigenblut und konnte sehr gute Erfahrungen machen. Die Indikationen beschränken sich heute bei weitem nicht mehr nur auf die Chirurgie.

Inzwischen haben sich mehrere Verfahren  der Durchführung entwickelt. Ich arbeite meist traditionell nach Haverkamp oder setze poteziertes Eigenblut ein.

 

Wirkungen 

 

Viele Erkrankungen kann der Organismus durch seine natürlichen Abwehrkräfte regulieren, diese Fähigkeit zur Selbstregulation, Abweichungen vom gesunden Gleichgewicht zu kompensieren, ist dem Organismus angeboren. 
 
Die Eigenbluttherapie gehört zur unspezifischen Reiztherapie. Ich zitiere aus dem Buch: Eigenbluttherapie, Autor  Harald Krebs:

„Die Eigenblutinjektion führt im Organismus zu einer Veränderung der Reaktionslage, was in einer Zunahme der Immunkörper im Blut seinen Ausdruck findet. Es kommt so zu einer Resistenzsteigerung des Gesamtorganismus, zu einer Anhebung der allgemeinen Abwehrlage, was die Heilungfähigkeit günstig beeinflusst“ (4. Ausg.1999, Seite 9)

 

Nebenwirkungen und Erstverschlimmerung

 

Es können Müdigkeit, Schlappheit, allgem. Krankheitsgefühl, leichtes Fieber und geringe Lokalreaktionen an der Einstichstelle auftreten. Häufiger kommt es allerdings zu einer sogenannten Erstverschlimmerung. Bei vorsichtiger Dosierung und Beachtung der Intervalle wird diese rasch behoben und geht in die Heilung über.Daher sollte diese Behandlung nicht in einer Phase von starker Leistungsforderung durchgeführt  bzw. an diesem Tag das Pferd nicht mehr gearbeitet werden.

Bei der Gabe von unkritisch hochgewählten Dosen kann es jedoch zum Kreislaufkollaps bis hin zum anaphylaktischen Schock kommen.

Ich arbeite nur mit kleinsten Mengen Eigenblut, meist konventionell nach Haferkamp und habe sehr gute Erfahrungen machen können.

In der Naturheilkunde gilt der Leitsatz: Kleine Reize heilen - Große Reize zerstören

 

Indikationen

 

-          chronische Erkrankungen, vor allem chron. Entzündungen.

-          akute und wiederkehrende Entzündungen

-          allergische Erkrankungen

-          Hauterkrankungen, Ekzeme, wiederkehrende Mykosen

-          bei allgemeiner Abwehrschwäche zur Immunstimmulation

-          Zur Auffindung von Herden, Reifung von Abzessen

 

 Kontraindikationen

 

      - Blutgerinnungsstörungen

      - akute Blutungen

      - schwere Krankheitsverläufe, hier stellt die Reiztherapie nur eine zusätzliche  

         Belastung dar