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Blutegeltherapie

Dies ist eine jahrtausendealte Heilmethode, die bis heute nicht vollständig erforscht ist.Sie gehört zu den sogenannten Ausleitverfahren. Inzwischen erlebt diese Therapie auch in der Humanmedizien eine Renaissance.

 

Die Gesamtwirkung ist auf den Blutverlust und das durch den Egel eingespritzte sogenannte Hirudin, welches gerinnungshemmend, lymphstrombeschleunigend antithrombotisch, indirekt immunisierend und gefäßkrampflösend wirkt. Dies ist vergleichbar mit einem sanften Aderlass und wirkt vor allem Gewebsentstauend, entzündungshemmend und leitet Gifte sowie Stoffwechselschlacken aus. Das erklärt auch, warum die Tiere, welche zu Beginn der Behandlung manchmal ängstlich sind, während der Dieser schnell kooperativ werden und bei eventueller Folgebehandlung den  Körperteil förmlich "hinhalten" wollen, vor allem wenn wegen stark schmerzender Beschwerden "geegelt" wird. Nur wenige, sehr sensible Tiere empfinden diese Therapieform als Streß. An dieser Stelle muß ich darauf hinweisen, daß ein Tierheilpraktiker nicht sedieren darf, (es war bisher aber auch nie nötig)!

 

Die Therapie findet Anwendung bei: Blutergüssen, Prellungen, Quetschungen, Distorsionen, Muskelfaserrissen, Sehnenentzündungen, Gewebsverklebungen, Arthrose, entzündl. Gelenkserkrankungen, Phlegmonen, Furunkel, Karbunkel und v.m..

Bei einer Behandlung werden im Schnitt 10 Egel angesetzt. Diese werden aus hygienischen Gründen nur einmalig zur Therapie verwendet.Die Egel saugen zwischen wenigen Minuten bis zu zwei Stunden und fallen nach Beendigung ihrer "Mahlzeit" von selbst ab. Es kommt zu einer minuten- bis stundenlangen Nachblutung, welche nicht unterbunden werden soll, da sie ja Teil des Verfahrens ist und eine Reinigung der Wunde bewirkt. Keinesfalls darf ein Egel gewaltsam entfernt werden, da er sonst purgieren (Erbrechen) kann und damit eine Verunreinigung der Bißstelle entsteht. Pro Egel entsteht ein Blutverlust von ca 10- 40 ml.Da Blutegel sehr geruchsempfindlich sind, soll das Fell und die Haut sauber und frei von Salben oder Insektenschutz sein. Wasser stellt kein Problem dar.

Die Blutegeltherapie soll nur von erfahrenen Therapeuten oder Ärzten angewendet werden.

 Die größte Bedeutung in meiner Praxis haben wohl die Pferdebeine gewonnen, welche nach chron. Sehnenentzündungen oder Traumata, Gewebeverklebungen, Verhärtungen, dauerhafte Schwellungen und die damit verbundene Lahmheit für Sport oder Freizeit scheinbar unbrauchbar geworden sind. Die Sehnenverletzungen werden gefolgt von Rehe, Hufrollenentzündung, akuter Arthritis und Arthrose. Hier können außerordendlich gute Ergebnisse erzielt werden und es gelingt nahezu jedem Pferd wieder eine volle Belastung zu tragen. Die Möglichkeit, verklebte Gewebsschichten mit Hilfe von Blutegeln und Gabe  homöopathischer Mittel oder Antihomotoxika zu lösen ist inzwischen auch in meiner Praxis vielfach belegt, da die Pferde nach erfolgter Therapie vor Belastungsbeginn und nach Vollbelastung eine Kontrollsonografie im Idealfall durch den vor- bzw. mitbehandelnden Tierarzt erhalten. Besonders erfreulich ist die positive Tendenz, die Pferde bereits mit frischen Verletzungen vorzustellen bzw. direkt zu überweisen und nicht erst dann nach Naturheilverfahren suchen, wenn als Alternative nur noch die Trennung vom Pferd steht. Ersteres reduziert die Behandlungsdauer und die Kosten beträchtlich.

Hier sehen Sie die Behandlung eines Pferdes mit einer frischen Sehnenverletzung. Die Leistungsfähigkeit konnte vollständig wieder hergestellt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links ein Blutegel vor- und rechts nach der Behandlung